Die UN lehnt Israels neuen Gaza-Hilfsplan ab: „Keine Neutralität, keine Unabhängigkeit.“ Seit März keine Hilfe mehr – 66.000 Kinder leiden.
Osama al-Raqab, 5, dessen Mutter sagt, dass sich seine Mukoviszidose seit Kriegsbeginn aufgrund des Mangels an Fleisch, Fisch und Enzymtabletten für die Verdauung verschlimmert hat, wird seit Donnerstag, 1. Mai 2025, in der Klinik für Unterernährung im Nasser-Krankenhaus in Khan Younis, Gaza, behandelt.
"Gaza hungert – und die Besatzungsmacht Israel will noch mehr Kontrolle: UN schlägt Alarm"
Während du diesen Text liest, überlegt eine Mutter in Gaza, welches ihrer Kinder heute essen darf – denn eine Mahlzeit gibt es nur alle zwei bis drei Tage. Und während der Hunger wächst, schlägt die UNO Alarm: Israel will die humanitäre Hilfe nicht erleichtern, sondern noch stärker kontrollieren. Die Welt schaut zu – doch die Vereinten Nationen sagen jetzt klar: Stopp.
„Wir akzeptieren keinen Vorschlag und keinen Plan, der nicht den grundlegenden humanitären Prinzipien von Unparteilichkeit, Neutralität und unabhängiger Hilfeleistung entspricht,“ erklärte Jens Laerke, Sprecher des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA), am Dienstag in Genf.
Seine Warnung ist deutlich: Der israelische Plan sei einer, „der darauf ausgelegt ist, die Kontrolle zu verschärfen und die Hilfslieferungen weiter einzuschränken – was genau das Gegenteil von dem ist, was jetzt gebraucht wird.“
Was bedeutet das konkret?
Seit dem 2. März hat Israel alle Grenzübergänge nach Gaza vollständig geschlossen. Kein Essen. Keine Medikamente. Keine Hilfe. Die Folge:
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Über 66.000 Kinder leiden an schwerer Mangelernährung.
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Mindestens 57 Menschen sind seit Oktober 2023 an Hunger gestorben.
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Fast 2,4 Millionen Menschen sind vollständig auf Hilfe angewiesen.
„UNRWA wird nicht Teil des neuen israelischen Plans zur Hilfslieferung sein,“ sagte Adnan Abu Hasna, Sprecher des UN-Hilfswerks für Palästina-Flüchtlinge. Denn, so betont er weiter: „Er entspricht überhaupt nicht den Standards der UN.“
Und während diese Hilfswerke um jedes Leben kämpfen, geht der Alltag für uns weiter. Doch Gaza verhungert – langsam, qualvoll, sichtbar. Die Vereinten Nationen warnen. Die Zahlen schreien. Und trotzdem geschieht: nichts.
Dieser Artikel ist kein Appell an Mitgefühl – er ist ein Aufruf zur Gerechtigkeit.
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